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Montag, 6. April 2009

Die Blechtrommel



Die Blechtrommel
Le Tambour
Drama
D/F 1979

Nach dem Roman von Günter Grass

In Anlehnung an den gleichnamigen Romanbestseller von Günter Grass erzählt Volker Schlöndorff die Geschichte des kleinen Oskar Matzerath (David Bennent), der im Alter von drei Jahren beschließt, aus Protest gegen die unzulängliche Welt der Erwachsenen nicht mehr wachsen zu wollen, und fortan als Zwerg das Zeitgeschehen kommentiert. Oskars Markenzeichen ist die Blechtrommel und seine Zeit der unaufhaltsame Aufstieg der Nazis und der Zweite Weltkrieg, den er als Mitglied eines Liliputaner-Fronttheaters er- und überlebt.

Schauspieler:
David Bennent (Oskar Matzerath), Angela Winkler (Agnes Matzerath), Mario Adorf (Alfred Matzerath), Daniel Olbrychski (Jan Bronski), Katharina Thalbach (Maria), Heinz Bennent (Gemüsehändler Greff), Daniel Olbrychski (Jan Bronski)

Regie:
Volker Schlöndorff

Drehbuch:
Volker Schlöndorff, Franz Seitz, Jean-Claude Carrière

Kamera:
Igor Luther

Musik:
Maurice Jarre

Bewertung:
+++++

Donnerstag, 12. März 2009

Der Liebhaber



Der Liebhaber
L'Amant / The Lover
Erotikfilm
F/GB 1991

Nach dem autobiographischen Roman von Marguerite Duras

Indochina, Ende der zwanziger Jahre. Eine 15-jährige Französin (Jane March) reist nach Saigon, wo sie auf ein Mädchenpensionat geht. Unterwegs lernt sie einen zwölf Jahre älteren Chinesen (Tony Leung) aus reichem Haus kennen. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Aber ihre Beziehung kann den gesellschaftlichen Konventionen nicht standhalten … Einfühlsame Verfilmung des autobiografischen Romans von Marguerite Duras.

Schauspieler:
Jane March (Das junge Mädchen), Tony Leung (Der Chinese), Frédérique Meininger (Die Mutter), Arnaud Giovaninetti (Der ältere Bruder), Melvil Poupaud (Der jüngere Bruder), Lisa Faulkner (Hélène Lagonelle), Ann Schaufuss (Die Dame)

Regie:
Jean-Jacques Annaud

Drehbuch:
Jean-Jacques Annaud, Gérard Brach

Kamera:
Robert Fraisse

Musik:
Gabriel Yared

Bewertung:
++++o

Donnerstag, 5. März 2009

Durchgeknallt



Durchgeknallt
Girl, Interrupted
Drama
USA 1999

Nach der Vorlage von Susanna Kaysen

Verwirrt, unsicher, aufsässig – die 17-jährige Susanna Kaysen ist wie die meisten Teenager in den späten 60er-Jahren. Wegen eines halbherzigen Selbstmordversuchs muss sie in eine geschlossene Anstalt. Dort freundet sie sich mit der charismatischen Soziopathin Lisa an, die sie ebenso verehrt wie fürchtet. Bald wird Susanna klar, dass sie wieder frei sein möchte. – Bewegendes Psychogramm und ein Schrei nach Menschlichkeit, Angelina Jolie erhielt einen Oscar

Schauspieler:
Winona Ryder (Susanna Kaysen), Angelina Jolie (Lisa), Vanessa Redgrave (Dr. Wick), Whoopi Goldberg (Valerie), Clea DuVall (Georgina), Brittany Murphy (Daisy), Elizabeth Moss (Polly)

Regie:
James Mangold

Drehbuch:
Anna Hamilton Phelan, James Mangold, Lisa Loomer

Kamera:
Jack N. Green

Musik:
Mychael Danna

Bewertung:
+++++

Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Akte Jane



Die Akte Jane
G.I. Jane
Actionfilm
USA 1997

Die ehrgeizige US-Nachrichtenoffizierin Lt. Jordan O'Neil wird als erste Frau zum Ausbildungstraining der Navy-S.E.A.L.S. zugelassen. Neben dem Hass ihrer Kollegen macht ihr besonders Master Chief John Urgayle zu schaffen.

Schauspieler:
Demi Moore (Lt. Jordan O'Neil), Viggo Mortensen (Chief 'Jack' Urgayle), Anne Bancroft (Senatorin Lillian DeHaven), Jason Beghe (Royce), Daniel von Bargen (Theodore Hayes), John Michael Higgins (Chief of Staff), Kevin Gage (Pyro)

Regie:
Ridley Scott

Drehbuch:
Danielle Alexandra, David T. Twohy

Kamera:
Hugh Johnson

Musik:
Trevor Jones

Bewertung:
+++++

Das Haus am Meer



Das Haus am Meer
Life As A House
Drama
USA 2001

Ein Mann (Kevin Kline), Diagnose Krebs im letzten Stadium, baut ein Haus, um an der Schwelle des Todes den Sinn seines Lebens und die Liebe seiner Familie wiederzufinden. Natürlich kommt so eine Geschichte nicht ohne Tränen aus – aber wie Regisseur Irwin Winkler Gefühle erzeugt, ohne dabei in Kitsch abzugleiten, allein schon das ist sehenswert.

Schauspieler:
Kevin Kline (George Monroe), Kristin Scott Thomas (Robin Kimball), Hayden Christensen (Sam Monroe), Jena Malone (Alyssa Beck), Mary Steenburgen (Coleen Beck), Mike Weinberg (Adam Kimball), Scotty Leavenworth (Ryan Kimball)

Regie:
Irwin Winkler

Drehbuch:
Mark Andrus

Kamera:
Vilmos Zsigmond

Musik:
Mark Isham

Bewertung:
+++++

Die Mumie kehrt zurück



Die Mumie kehrt zurück
The Mummy Returns
Abenteuerfilm
USA 2001

London, 1935: Zehn Jahre nach ihrer Begegnung mit dem mumifizierten ägyptischen Hohepriester Imhotep sind Rick (Brandan Fraser) und Evelyn (Rachel Weisz) verheiratet und haben einen Sohn. Doch das Glück ist in Gefahr: In Ägypten erwacht der mythische Scorpion King zum Leben. Und in London wird die Auferstehung Imhoteps vorbereitet. Rick und Evelyn stürzen sich ins Abenteuer.

Schauspieler:
Brendan Fraser (Richard 'Rick' O'Connell), Rachel Weisz (Evelyn Carnahan O'Connell/Prinzessin Nefertiri), John Hannah (Jonathan Carnahan), Arnold Vosloo (Hohepriester Imhotep), Oded Fehr (Ardeth Bey), Dwayne 'The Rock' Johnson (Skorpionkönig), Freddie Boath (Alex' O'Connell), Patricia Velasquez (Meela/Anck- Su-Namun)

Regie:
Stephen Sommers

Drehbuch:
Stephen Sommers

Kamera:
Adrian Biddle

Musik:
Jerry Goldsmith

Bewertung:
++++o

Der Schuh des Manitu



Der Schuh des Manitu
Komödie, Western
D 2001

„Isch bin Winnetou, Äuptling der Apaschen!“ Natürlich war der deutsche TV-Komiker Michael „Bully“ Herbig („Bullyparade“) Profi genug, um ganz genau zu wissen, dass man Pierre Brice’ sanftmütig hingenuscheltes Prärie-Französisch nicht so ohne weiteres kopieren kann. Also hat er es gar nicht erst versucht – und den Edel-Indianer stattdessen in einen Blödel-Indianer verwandelt. Das Ergebnis ist eine Prärieklamotte, die wie eine mit Feuerwasser veredelte Faschingssitzung wirkt und trotzdem (oder gerade deshalb) eine der erfolgreichsten deutschen Kinoproduktionen der letzten 20 Jahre wurde.

Schauspieler:
Michael "Bully" Herbig (Abahachi/Winnetouch), Christian Tramitz (Ranger), Sky Du Mont (Santa Maria), Marie Bäumer (Uschi), Hilmi Sözer (Hombre), Rick Kavanian (Dimitri), Tim Wilde (John)

Regie:
Michael "Bully" Herbig

Drehbuch:
Michael "Bully" Herbig, Alfons Biedermann, Murmel Clausen, Rick Kavanian

Kamera:
Stefan Schuh

Musik:
Ralf Wengenmayr

Bewertung:
+++++

Mittwoch, 25. Februar 2009

Dogma



Dogma
Dogma
Komödie
USA 1999

Kevin Smith absolvierte seine Popkultur-Ausbildung in einem Comicgeschäft in New Jersey. Und drehte dann nach einigen Filmen, die genau in diesem Milieu spielten, diese ebenso witzige wie bösartige Abrechnung mit arroganten Engeln, blöden Dämonen und noch sehr viel blöderen Erdlingen. Fazit: gut besetzter Humor (Ben Affleck, Matt Damon und Salma Hayek), weit weg von „familienfreundlichen“ Hollywood-Klischees.

Schauspieler:
Ben Affleck (Bartleby), Matt Damon (Loki), Linda Fiorentino (Bethany Sloane), Alan Rickman (Metatron), Salma Hayek (Serendipity), Alanis Morissette (Gott), Janeane Garofalo (Liz), Bud Cort (John Doe Jersey), George Carlin (Cardinal Ignatius Glick)

Regie:
Kevin Smith

Drehbuch:
Kevin Smith

Kamera:
Robert D. Yeoman

Musik:
Howard Shore

Bewertung:
++++o

Freitag, 20. Februar 2009

Der Club der toten Dichter



Der Club der toten Dichter
Dead Poets Society
Drama
USA 1988

Neuengland, 1959: Der Lehrer John Keating tritt eine Stelle in einem erzkonservativen Internat an. Er will die Schüler zu Freidenkern erziehen und ihren Sinn für Poesie schärfen. Auf sein Zutun beleben die Kids den geheimen „Club der toten Dichter“ wieder. Damit bringt Keating sowohl Kollegen als auch Eltern gegen sich auf. – Komisch, herzzerreißend, mit tiefgründiger Botschaft

Schauspieler:
Robin Williams (John Keating), Robert Sean Leonard (Neil Perry), Ethan Hawke (Todd Anderson), Josh Charles (Knox Overstreet), Gale Hansen (Charlie Dalton), Dylan Kussman (Richard Cameron), Allelon Ruggiero (Steven Meeks)

Regie:
Peter Weir

Drehbuch:
Tom Schulman

Kamera:
John Seale

Musik:
Maurice Jarre

Bewertung:
+++++

Der Einsatz



Der Einsatz
The Recruit
Thriller
USA 2003

Ein angehender Computerfachmann wird eines schönen Tages von einem mysteriösen Unbekannten (Al Pacino) angesprochen, der so viel über ihn weiß, dass er eigentlich nur vom Geheimdienst sein kann. Und wirklich: Flugs bekommt James Clayton (Colin Farrell) eine Ausbildung bei der CIA angeboten, die sich allerdings schnell als einzige Psychofolter voll von List und Täuschung entpuppt. Als der Agenten-Neuling bei einem sadistischen Härtetest durchrasselt, ist seine Ausbildung beendet. Dafür beginnt der Dienst: Ausgerechnet er soll einen Maulwurf in den eigenen Reihen überführen. Die Hauptverdächtige ist ausgerechnet James’ Kollegin und neue Freundin Layla (Bridget Moynahan).

Schauspieler:
Al Pacino (Walter Burke), Colin Farrell (James Douglas Clayton), Bridget Moynahan (Layla Moore), Gabriel Macht (Zack), Kenneth Mitchell (Alan), Mike Realba (Ronnie Gibson), Ron Lea (Bill Rudolph)

Regie:
Roger Donaldson

Drehbuch:
Mitch Glazer, Roger Towne, Kurt Wimmer

Kamera:
Stuart Dryburgh

Musik:
Klaus Badelt

Bewertung:
+++oo

Der Knochenjäger



Der Knochenjäger
The Bone Collector
Thriller
USA 1999

Romanvorlage: Jeffery Deaver

Lincoln Rhyme (Denzel Washington) war Experte für Spurensicherung und ist seit einem Unfall beinahe vollständig gelähmt. Erst als die junge Streifenpolizistin Amelia (Angelina Jolie) mit einer rätselhaften Mordserie befasst ist und ihn um Hilfe bittet, fasst er neuen Lebensmut. Er dirigiert die unerfahrene Ermittlerin vom Bett aus durch New York: Ein Knochen sammelnder Killer versetzt die Metropole in Angst und Schrecken … Jeffery Deavers Roman „Die Assistentin“, Auftakt der Lincoln-Rhyme-Reihe, diente als Vorlage für den düsteren Streifen von Phillip Noyce.

Schauspieler:
Denzel Washington (Lincoln Rhyme), Angelina Jolie (Amelia Donaghy), Queen Latifah (Thelma), Michael Rooker (Captain Howard Cheney), Mike McGlone (Detective Kenny Solomon), Louis Guzman (Eddie Ortiz), Ed O'Neil (Detective Paulie Sellitto)

Regie:
Phillip Noyce

Drehbuch:
Jeremy Iacone

Kamera:
Dean Semler

Musik:
Craig Armstrong

Bewertung:
+++++

Sonntag, 15. Februar 2009

Der Exorzist – Director's Cut


Der Exorzist – Director's Cut
The Exorcist
Horrorfilm
USA 1973

Nach einem Roman von William Peter Blatty

Die 12-jährige Regan erleidet heftige Krampfanfälle, die sie sehr aggressiv machen. Mit rauer Stimme gibt das Mädchen Obszönitäten von sich. Weil jede ärztliche Hilfe versagt, sucht Regans Mutter kirchlichen Beistand. Die Geistlichen Karras und Merrin machen sich daran, den Dämon auszutreiben. – Spektakulärer Horrorklassiker in neuer Schnittfassung

Schauspieler:
Ellen Burstyn (Chris MacNeill), Max von Sydow (Pater Merrin), Lee J. Cobb (Lt. William Kinderman), Linda Blair (Regan MacNeill), Kitty Winn (Sharon Spencer), Jack MacGowran (Burke Dennings), Jason Miller (Father Damian Karras)

Regie:
William Friedkin

Drehbuch:
William Peter Blatty

Kamera:
Billy Williams, Owen Roizman

Musik:
Jack Nitzsche

Bewertung:
+++++

Freitag, 6. Februar 2009

Das Vermächtnis der Tempelritter



Das Vermächtnis der Tempelritter
National Treasure
Abenteuerfilm
USA 2004

Ben (Nicolas Cage) stammt aus einer Familie von Schatzjägern. Er ist hinter dem legendären Vermächtnis der Tempelritter her, von dem niemand glaubt, dass es wirklich existiert. Endlich scheint Ben den Schlüssel zum Objekt seiner Begierde gefunden zu haben. Doch die Karte befindet sich auf der Rückseite des bestbewachten Dokuments der USA: der Unabhängigkeitserklärung! Die Historikerin Abigail (Diane Kruger) hilft Ben bei der Suche. Sie sind jedoch nicht als Einzige hinter dem Schatz der Tempelritter her. Aus dem Hause Jerry Bruckheimer!

Schauspieler:
Nicolas Cage (Benjamin Franklin Gates), Justin Bartha (Riley Poole), Sean Bean (Ian Howe), Diane Kruger (Dr. Abigail Chase), Jon Voight (Patrick Gates), Harvey Keitel (Sadusky), Christopher Plummer (John Adams Gates)

Regie:
Jon Turteltaub

Drehbuch:
Jim Kouf, E. Max Frye, Lowell Ganz, Babaloo Mandel, Terry Rossio, Ted Elliott, Marianne Wibberley, Cormac Wibberley

Kamera:
Caleb Deschanel

Musik:
Trevor Rabin

Bewertung:
+++++

Dienstag, 3. Februar 2009

Der 13te Krieger – Besiege die Angst



Der 13te Krieger – Besiege die Angst
The 13th Warrior
Abenteuerfilm
USA 1999

Nach dem Roman "Schwarze Nebel" von Michael Crichton

John McTiernans „Der 13te Krieger“ beruht auf den historischen Aufzeichnungen des arabischen Chronisten Ahmed Ibn Fahdlan (Antonio Banderas), der im zehnten Jahrhundert durch Zentralasien reiste und dabei auf eine Gruppe nordischer Krieger traf. Eine Begegnung von historischer Bedeutung, die Hollywoods Star-Drehbuchautor Michael Crichton flugs in ein martialisches Märchen aus tausendundzweier Nächte verwandelte, in dem es vor lauter Mannesmut und Schlachtgesängen, wilden Monstern und willigen Frauen nur so wimmelt. Actionfreunde werden das Spektakel lieben, Geschichtswissenschaftler dürften entsetzt sein.

Schauspieler:
Antonio Banderas (Ahmed Ibn Fahdlan Ibn Al Abbas Ibn Rashid Ibn Hamad), Diane Venora (Königin Weilew), Omar Sharif (Melchisidek), Vladimir Kulich (Buliwyf / Der 1ste Krieger), Mischa Hausserman (Rethel, der Bogenschütze), Sven Wollter (König Hrothgar), Dennis Storhøi (Herger, der Abergläubische)

Regie:
John McTiernan

Drehbuch:
William Wisher Jr., Warren Lewis

Kamera:
Peter Menzies Jr.

Musik:
Jerry Goldsmith

Bewertung:
++++o

Donnerstag, 29. Januar 2009

Das Piano



Das Piano
The Piano
Drama
AUS/F 1992

Die seltsam elegische Gefühlsgeschichte einer Frau, die nicht spricht, dafür aber wunderbar Klavier spielt. Ungefähr zur Hälfte des vorigen Jahrhunderts verlässt sie (Holly Hunter) ihre Heimat England, um im Urwald von Neuseeland zwischen ihrem Mann (Sam Neill) und ihrem Liebhaber (Harvey Keitel) zu sich selbst zu finden. Als erste Frau in der Geschichte des Filmfestivals von Cannes bekam Regisseurin Jane Campion die Goldene Palme.

Schauspieler:
Holly Hunter (Ada), Harvey Keitel (George Baines), Sam Neill (Stewart), Anna Paquin (Flora), Kerry Walker (Tante Morag), Genevieve Lemon (Nessie), Tungia Baker (Hira)

Regie:
Jane Campion

Drehbuch:
Jane Campion

Kamera:
Stuart Dryburgh

Musik:
Michael Nyman

Bewertung:
+++++

Die Bourne Identität



Die Bourne Identität
The Bourne Identity
Thriller
USA 2001/2002

Es kommt schon selten vor, dass Fischer einen halb toten Mann aus dem Meer ziehen. Viel seltener ereignet es sich aber noch, dass dieser Mensch an Gedächtnisverlust leidet, zwei Kugeln im Rücken hat und einen Mikrofilm mit dem Zahlencode einer Schweizer Bank bei sich trägt. Kein Wunder, dass diese Story schon einmal verfilmt wurde, und zwar 1988, als mäßig spannender TV-Zweiteiler mit Richard Chamberlain. Die Neufassung mit Matt Damon und Franka Potente ist um einiges rasanter und besser.

Schauspieler:
Matt Damon (Jason Bourne), Franka Potente (Marie Kreutz), Chris Cooper (Conklin), Clive Owen (The Professor), Brian Cox (Ward Abbott), Adewale Akinnuoye-Agbaje (Wombosi), Gabriel Mann (Zorn)

Regie:
Doug Liman

Drehbuch:
Tony Gilroy, William Blake Herron

Kamera:
Oliver Wood, Don Burgess, Dan Mindel

Musik:
Joel J. Richard, John Powell

Bewertung:
+++oo

Die Unsanfte



Die Unsanfte
Pas Douce
Drama
F/CH 2007

Die junge Krankenschwester Fred ist mit sich und ihrem Leben nicht im Reinen. Sie verströmt eine latente Aggressivität gegen sich und andere. Mit ihrem Vater spricht sie nicht mehr, und ihren Exfreund André stösst sie dauernd vor den Kopf. Als dieser ihr sagt, dass er eine neue Frau kennen gelernt hat, schnappt sie sich ihr Gewehr. Sie will im Wald Selbstmord begehen, wird aber abgelenkt von zwei sich streitenden Knaben. Als der eine auf den anderen losgeht, schiesst sie ihm aus Reflex ins Knie. Der verletzte Marco wird ausgerechnet in jenes Spital eingeliefert, in dem Fred arbeitet. Die geschockte Fred will ihn zuerst nicht pflegen, doch sie ist die Einzige auf der Station, die mit dem verstockten Teenager umgehen kann. Dieser ist extrem wütend und aggressiv. Besonders mit seiner besorgten Mutter Eugenia, welche die Familie verlassen hat und nun in Portugal lebt, will er nichts zu tun haben. Zu Fred aber fasst er Zutrauen, und sie fühlt sich dem Jungen verpflichtet. Auch wenn sie von Schuldgefühlen geplagt wird, öffnen sich ihr durch diese Begegnung neue Lebensperspektiven. Das Drama «Pas douce», der zweite Spielfilm der gebürtigen Baslerin Jeanne Waltz, hat die Filmwelt überrascht. Selten hat man in der Schweiz so eindrückliches Schauspielerkino gesehen, und selten wurde der nasskalte, neblige Jura so stimmungsvoll in Szene gesetzt. Wenn Fred gar nicht mehr mit ihrer Umwelt kommunizieren kann, packt sie nämlich die Schnapsflasche und fährt mit ihrem Fahrrad durch die unwirtliche, winterliche Umgebung von La Chaux-de-Fonds. An sich ist «Pas douce» das Porträt einer unglücklichen, latent aggressiven, jungen Frau. Die Gründe dafür erklärt Jeanne Waltz in ihrem Film nicht, sie interessiert vielmehr der Zustand dieses Gefühls: «Die Geschichte hat sehr viel mit einem Teenagergefühl von mir zu tun, nicht aus sich herauskommen zu können, gewalttätig und selbstzerstörerisch sein zu müssen.» In ihrem zufälligen Opfer Marco sieht Fred sich selber, und so öffnet ihr die Tat eine neue Türe zum Leben. Was «Pas douce» besonders auszeichnet, ist das eindrückliche Spiel der Französin Isild Le Besco, eine eigenartige Schönheit, die hierzulande kaum bekannt ist, in Frankreich aber schon mehrmals für Furore sorgte. Ihr Partner in diesem Psychodrama ist der junge Schweizer Steven de Almeida, der für seine Rolle als bester Nachwuchsdarsteller für den Schweizer Filmpreis nominiert wurde. Gewonnen hat «Pas douce», den etliche Filmkritiker mit den Filmen der Dardenne-Brüder verglichen haben, in Solothurn den Quartz für das beste Drehbuch nebst vielen weiteren internationalen Preisen in San Francisco, Portugal und Schweden.
Krankenschwester Fred verletzt mit ihrem Gewehr ungewollt einen Teenager. Im Spital trifft sie ihn wieder. Eindringliches, preisgekröntes Schweizer Drama mit Isild Le Besco.

Schauspieler:
Isild Le Besco (Fred), Steven de Almeida (Marco), Lio (Marcos Mutter), Yves Verhoeven (Marcos Vater), Christophe Sermet (André), Estelle Bealem (Renate)

Regie:
Jeanne Waltz

Drehbuch:
Jeanne Waltz

Kamera:
Hélène Louvart

Musik:
Cyril Ximenes

Bewertung:
++++o

Montag, 26. Januar 2009

Der Untergang



Der Untergang
Drama
D 2004

Die Hölle ist ein Labyrinth aus engen Gängen und kleinen Zimmern, eine Mischung aus Angstschweiß und Wutausbrüchen. In einem fort hört man die Bomben krachen. Der Russe steht vor Berlin, wenn der „Führer“ jetzt nicht flieht, dann sitzt er in der Falle. Aber Hitler (Bruno Ganz) will nicht. Er lässt Generäle kommen, schiebt Armeen hin und her, die nur in seiner Vorstellung existieren. Die letzten Tage im Führerbunker, inszeniert als intimes Theater des Absurden. Oliver Hirschbiegels Film ist nicht einfach zu verdauen. Aber vielleicht gerade deswegen ein Meisterwerk …

Schauspieler:
Bruno Ganz (Adolf Hitler), Alexandra Maria Lara (Traudl Junge), Corinna Harfouch (Magda Goebbels), Ulrich Matthes (Joseph Goebbels), Juliane Köhler (Eva Braun), Heino Ferch (Albert Speer), Christian Berkel (Professor Schenck)

Regie:
Oliver Hirschbiegel

Drehbuch:
Bernd Eichinger

Kamera:
Rainer Klausmann

Musik:
Stephan Zacharias

Bewertung:
+++++

Dr. Dolittle 2



Dr. Dolittle 2
Dr. Dolittle 2
Komödie
USA 2001

Ein riesiges Waldgebiet, in dem gar viele nette Tierchen wohnen, soll auf Veranlassung einer gierigen Holzfirma den Baggern überantwortet werden. Verzweifelt wenden sich die Waldbewohner an Dr. Dolittle (Eddie Murphy), weil er der Einzige ist, der sie versteht. Der Doc hat schnell eine rettende Idee … Wer sich bei sprechenden Tieren zerkugelt, sollte den Film nicht versäumen.

Schauspieler:
Eddie Murphy (Dr. John Dolittle), Kristen Wilson (Lisa Dolittle), Kevin Pollak (Jack Riley), Raven-Symone (Charisse Dolittle), Kyla Pratt (Mays Dolittle), Lil' Zane (Eric), Denise Dowse (Sekretärin)

Regie:
Steve Carr

Drehbuch:
Larry Levin

Kamera:
Daryn Okada

Musik:
David Newman

Bewertung:
++++o

Dr. Dolittle



Dr. Dolittle
Dr. Dolittle
Komödie
USA 1998

Als sich der Arzt John Dolittle nicht mehr länger gegen die Tatsache wehrt, dass er die Tiersprache versteht, kommt Schwung und Slapstick in sein Leben. Eddie Murphy hält hier alle Witze auf Kinderzimmerniveau und konnte so mit der modernen Adaption einer alten Geschichte einen der größten Erfolge seiner Karriere erzielen.

Schauspieler:
Eddie Murphy (Dr. John Dolittle), Ossie Davis (Archer Dolittle), Oliver Platt (Dr. Mark Weller), Peter Boyle (Calloway), Richard Schiff (Dr. Gene "Geno" Reiss), Kristen Wilson (Lisa Dolittle), Jeffrey Tambor (Dr. Fish)

Regie:
Betty Thomas

Drehbuch:
Nat Mauldin, Larry Levin

Kamera:
Russell Boyd

Musik:
Richard Gibbs

Bewertung:
++++o